Die virtuelle Realität als Marketing-Instrument

Längst ist die virtuelle Realität weit mehr als nur Zukunftsmusik. Auch wenn VR-Brillen für Otto-Normalverbraucher noch etwas außergewöhnlich anmuten, so zählen sie mittlerweile fast schon zum Mainstream. Viele Unternehmen und Branchen nutzen die virtuelle Realität mittlerweile sogar bereits als Marketinginstrument, um den Kunden ihren Service näher zu bringen. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Tourismussektor.

Warum die virtuelle Realität im Tourismus genutzt wird

Dass Unternehmen aus dem Tourismussektor die virtuelle Realität besonders gerne als verkaufsfördernde Maßnahme einsetzen, hat einen guten Grund: Denn die Unternehmen aus diesem Bereich verkaufen immaterielle Produkte, die für den Kunden nicht greifbar und somit auch nicht vorab ausprobiert werden können. Mit Hilfe einer VR-Brille hingegen können sie bereits vorab einen Spaziergang durch das Hotel oder einen Bummel durch das jeweilige Reiseziel machen. Sie können sich somit einen plastischen Eindruck verschaffen und bereits im Vorfeld der eigentlichen Reise einen Vorgeschmack auf das Urlaubsfeeling bekommen. Somit stellt die virtuelle Realität eine ideale Ergänzung zu den Prospekten, Beschreibungstexten und Videos dar.

Weitere Beispiele für den Einsatz von virtueller Realität

Doch nicht nur Touristiker setzen auf den Effekt der virtuellen Realität. So bietet beispielsweise der Möbelkonzern Ikea eine eigene VR-App an, ihre Küche oder ihr Bad schon in der Planungsphase zu erkunden. Dies erleichtert die Planung erheblich, weil es vielen Menschen schwer fällt, sich vorab vorzustellen, wie die verschiedenen Möbel letztlich tatsächlich im Raum wirken.

Aber auch Autohersteller wie BMW, Volvo oder Mercedes experimentieren bereits mit der virtuellen Realität. Dadurch können die Kunden eine Probefahrt mit ihrem Traumauto machen, ohne sich überhaupt in dieses setzen zu müssen. Und selbst vor der Lebensmittelindustrie macht die virtuelle Realität nicht halt. So bieten verschiedene Hersteller Apps an, die es den Kunden ermöglichen, dabei zuzusehen, wie die jeweiligen Produkte hergestellt werden.

Doch auch für soziale Projekte ist die Technologie durchaus interessant. Beispielsweise erfahren die Kunden des Schuhherstellers Toms mit Hilfe eines VR-Videos, in welche Gegenden der dritten Welt die gespendeten Schuhe gehen.

Weitere Marketingmöglichkeiten

So manches Unternehmen gibt eine VR Brille seinen Kunden aber auch gerne als Give Away mit. Damit der gewünschte Werbeeffekt erreicht wird, müssen die Unternehmen natürlich eine VR Brille bedrucken lassen. Diese Personalisierung erfolgt in der Druckerei üblicherweise im CMYK-Offsetdruck-Verfahren, wodurch eine besonders hohe Druckqualität erreicht wird. Verwendet wird dafür in aller Regel ein Cardboard, dessen Außenseite bedruckt wird.

Doch auch in anderen Bereichen ist die Technik für Unternehmen interessant. So können sie die virtuelle Realität nutzen, um beispielsweise bei Messen und ähnlichen Veranstaltungen ihren Kunden und potenziellen Geschäftspartnern einen virtuellen Rundgang durch den Betrieb zu bieten. Nicht minder interessant ist VR bei Schulungen, wenn es darum geht, den Teilnehmern abstrakte Dinge anschaulich zu vermitteln. Die Unternehmen müssen dafür lediglich eine VR App entwickeln lassen, welche die gewünschten Inhalte zeigt. Diese Anwendungen sind sowohl mobil als auch für das Desktop oder webbasiert auf verschiedenen Plattformen möglich.

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