DSL: Unbegrenzt surfen zu Hause mit eurem iPhone

Wer ein iPhone sein Eigen nennt, hat normalerweise auch einen entsprechenden Mobilfunkvertrag, der mit einer Internet-Flatrate daherkommt. Doch mit UMTS oder LTE ist das Volumen begrenzt, ist es aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit auf EDGE-Niveau gedrosselt. Zumindest zu Hause kann man mithilfe von DSL und WLAN so viel surfen wie man will.

DSL ist eigentlich ein alter Hut. Seit 1999 bietet die Telekom in Deutschland DSL-Anschlüsse für zu Hause an. Aber im Laufe der Zeit hat sich bei der Technik einiges getan. Während die ersten Anschlüsse mit einem Downstream von 768 KBit/s daherkamen, ist das Breitbandinternet inzwischen bei 200 MBit/s angekommen. Fairerweise sei dazugesagt, dass dies technisch gesehen kein DSL mehr ist, sondern ein Glasfaseranschluss.

DSL bis 50 MBit/s

Das klassische DSL ist inzwischen bei 50.000 KBit/s angekommen. Die verwendete Technologie ist VDSL und wird inzwischen von allen großen Internet-Anbietern angeboten. VDSL beginnt bei 16 MBit/s und wird beispielsweise bei der Telekom als „16000+“ angeboten. Es ist im Zusammenhang mit Entertain verfügbar und besagt, dass die Leitung zum Kunden nicht künstlich gedrosselt ist, stattdessen bekommt man die gesamte Bandbreite, die die Leitung hergibt.

Telefonieren geht schon mit wenig Bandbreite

Hoch im Kurs steht aktuell auch Voice Over IP, also Festnetztelefonie über das Internet. Es bietet eine Vielzahl von Funktionen, die zumeist bereits von ISDN bekannt sind, für alle. Technisch gesehen benötigt man dafür keine besonders schnelle Leitung, denn ähnlich wie beim MP3-Format werden die Sprachinformationen komprimiert übertragen. Bereits ab „DSL 3000“ bieten ISPs VoIP an.

Flatrate heißt meist Flatrate

Im Gegensatz zu mobilem Internet über Mobilfunknetzwerke ist DSL bei den meisten Anbietern und Tarifen nicht nach einem bestimmten Transfervolumen gedrosselt. Das bedeutet, dass man zu Hause alle seine Apps so nutzen kann, wie man möchte. Auf diese Weise kann unbegrenzt via YouTube, Amazon Instant Video und Co. gestreamt werden. Es ist also im Gegensatz zu unterwegs nicht notwendig, die Filme möglichst lokal auf dem Gerät gespeichert zu haben. Damit lohnt sich ein DSL-Anschluss auch, um Apps herunterzuladen. So ist es bei einer Navigationsapp nicht sinnvoll, die zumeist groß ausgefallenen Karten über UMTS herunterzuladen.

Augen auf bei der Tarifwahl

DSL gibt es mittlerweile nicht mehr nur von der Telekom. Kurz darauf kam Arcor (jetzt Vodafone) dazu, aber inzwischen gibt es auch diverse Reseller und Nofrill-Angebote. Der bekannteste Reseller dürfte 1&1 sein, der die optimale Leitung für den Standort anbietet, ob diese Leitung von der Telekom, Telefonica (o2) oder einem anderen Anbieter kommt, ist dabei nicht ausschlaggebend. Congstar ist eine Tochter der Telekom und versteht sich als „Nofrills“-Discounter. Das bedeutet, dass das Angebot aufs Wichtigste beschränkt ist: Der Internetzugang (mit Telefonie), aber Congstar verzichtet beispielsweise auf Ladenlokale und kann mit dem eingesparten Geld das Angebot günstiger gestalten. Da es mittlerweile ähnlich viele Angebote gibt, die für verschiedene Anwendungszwecke optimal sind, sollte man sich bei der Wahl des Internetanbieters vorab gut informieren. Im Internet gibt es hierfür Übersichten, die bei der Wahl helfen. Ein relativ junges Portal dazu ist DSLVergleich123.com.

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