Surfen, aber sicher! So schützt man sich im Internet

Wer im Internet unterwegs ist, der sollte wissen, dass man hier stets beobachtet wird. Vor allem hinterlässt man auch viele Fußspuren und verrät einige Informationen über sich und sein genutztes Gerät. So weiß der Webseitenbetreiber, in welcher Region man sich befindet, kennt also den ungefähren Aufenthaltsort, und weiß zudem auch, welche Browser-Version zum Einsatz kommt. Das ist vor allem wieder für Cyberkriminelle verlockend, die so etwaige Schwachstellen wie Sicherheitslücken ausnutzen können. Doch mit ein paar Tipps und Tricks kann man das Ausspionieren verhindern.

Man darf keinesfalls blauäugig oder naiv sein. Liest man in der Zeitung, dass Cyberkriminelle wieder zugeschlagen haben, so darf man nicht glauben, dass einem das nicht selbst auch passieren kann – also Opfer eines derartigen Cyberangriffs zu werden. Vor allem dann, wenn man etwaige Sicherheitsvorkehrungen außer Acht lässt, haben Cyberkriminelle ein leichtes Spiel.

Wie mit Cookies ein persönliches Nutzungsprofil erstellt wird

Hat man eine Webseite aufgerufen, so werden auf dem Rechner sogleich ein paar Informationen gespeichert. In der Regel handelt es sich hier um Cookies, das sind kleine Textdateien, in denen nicht nur die IP-Adresse gespeichert wird, sondern auch das Datum wie die Uhrzeit des Besuchs. Je mehr Cookies gespeichert werden, desto einfacher kann sodann ein sehr genaues Nutzungsprofil erstellt werden. Und die Auswirkungen erlebt man bereits tagtäglich, wenn man sodann personalisierte Werbung auf diversen Internetseiten findet.

Sucht man etwa über Google nach einem günstigen Rasenmäher, so werden in weiterer Folge auf diversen anderen Internetseiten Werbebanner zu sehen sein, die auf preiswerte Rasenmäher hinweisen. Um hier wieder „von vorne“ anfangen zu können, ist es ratsam, die Cookies in regelmäßigen Abständen zu löschen. Das heißt, so kann das Nutzerprofil einigermaßen bereinigt werden.

StartPage – die Alternative zu Google

Natürlich geht es auch um die Frage, welche Internetseiten genutzt werden. Google, die absolute Nummer 1, wenn es etwa darum geht, nach bestimmten Internetseiten zu suchen, ist ein wahrer Datensammler. StartPage stellt hier eine doch sehr empfehlenswerte Alternative dar – StartPage sagt etwa über sich selbst, eine „diskrete Suchmaschine“ zu sein. Und das bemerkt man unter anderem, wenn man die Suchergebnisse miteinander vergleicht.

Während bei Google die Suchergebnisse schon sehr personalisiert wirken, geht StartPage ohne jede Vorkenntnis an die Sache ran – und dann kann es dazu führen, dass die Suchergebnisse „schlechter“ wirken, da hier die persönliche Note fehlt.

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die Suchergebnisse von StartPage aber keinesfalls schlechter sein können, weil die Anfragen tatsächlich an den US Konzern weitergeleitet werden. Am Ende ist es nur die persönliche Wahrnehmung bzw. das Fehlen eines Nutzerprofils, warum es zu anderen Suchergebnissen kommt.

VPN nutzen

Wer die Anonymität wie Sicherheit erhöhen will, sollte einen Blick auf das „virtuelle private Netzwerk“ – kurz VPN – werfen. Mit entsprechendem VPN Anbieter kann man unter anderem seine IP-Adresse verschleiern, sodass gar keine privaten Daten wie Informationen preisgegeben werden. Zudem steht das gesamte Internet zur Verfügung. Es gibt also keine länderspezifischen Einschränkungen.

Man muss aber nicht unbedingt mit einem VPN Anbieter arbeiten, sondern kann hier beispielsweise den Tor oder Opera Browser nutzen. In beiden Fällen wird die IP-Adresse verschleiert.

Wie man sich vor Viren schützt

Natürlich geht es auch um den Schutz des Rechners vor möglichen Angriffen. Wer im Internet unterwegs ist, sollte sich unbedingt mit einer entsprechenden Antiviren-Software schützen. Da es unzählige Anbieter gibt, sollte man auch hier im Vorfeld einen Vergleich anstellen. Zuvor ist jedoch für sich selbst zu klären, ob man eine kostenpflichtige oder kostenlose Variante nutzen möchte. Des Weiteren kann man auch Informationen über unabhängige Portale beziehen, die immer wieder Tests durchführen und sodann einen Einblick geben, welche Programme besonders verlässlich sind.

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass man auf Updates achten muss. Denn ganz egal, wie gut die Software ist – werden die Updates ignoriert, so hat das Auswirkungen auf die Sicherheit. Einige Updates versprechen nämlich nicht nur neue Features, sondern schließen auch mögliche Sicherheitslücken. Auch Windows-Updates, die oft sehr zeitintensiv sind, sollten daher zeitnah installiert werden.

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